Fröbel – Kompetenz für Kinder heute

Wie Weltentdecker in die Zukunft starten

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Friedrich Fröbels Spielgaben sind einfach und raffiniert zugleich. Er unterscheidet sie in Spiele mit Körpern, Spiele mit Flächen, Spiele mit Linien und Spiele mit Punkten. Davon inspiriert, hat Wehrfritz Fröbel-Materialien entwickelt, die mit klaren Formen und flexiblen Kreativ-Techniken wie Flechten, Prickeln, Sticken und Fädeln, Sortieren und Legen überzeugen. Außerdem können kleine Weltentdecker von heute nach den Ideen von Fröbel bauen und spielen, das Alphabet kennenlernen und die Natur entdecken.

Erkunden Sie mit uns, wie Sie die Kreativ-Techniken einsetzen können und warum Friedrich Fröbel gerade heute für Kinder sowie für Erzieherinnen und Erzieher so bedeutsam ist!

Fröbels Konzept zur Frühen Bildung – aktuell wie nie

Kinder wachsen heute in einer technisierten, automatisierten und digitalisierten Welt auf. Um deren speziellen Herausforderungen gerecht zu werden, brauchen sie Fähigkeiten, wie kreatives Denken, Selbstregulation und Eigenverantwortung sowie die Fähigkeit zum Zusammenarbeiten. Die Entwicklung dieser Kompetenzen beginnt mit der frühkindlichen Bildung. Das diese Phase der Kindheit wichtig ist, war schon Friedrich Fröbel klar. So hat er 1840, mit der Gründung des ersten Kindergartens, den Grundstein für ein innovatives frühkindliches Bildungskonzept gelegt. Damit galt er zu seiner Zeit als „Rebell“ und ist heute so aktuell wie nie.
 
Kinder fit für die Zukunft machen, heißt, sie selbstbestimmt anregen, fördern und stärken. Gerade in einer zunehmend digitalisierten Welt ist es wichtig, dass Kinder ihre natürliche (Um-)Welt und deren Gesetzmäßigkeiten mit den eigenen Händen begreifen. Nur so lernen sie sich selbst in all ihren Facetten kennen und können sich geistig, körperlich sowie emotional entfalten. So können die Kinder ihre Persönlichkeit auch als Erwachsene kreativ und produktiv in die Gesellschaft einbringen und diese sowie sich selbst weiterentwickeln. Entdecken Sie mit Wehrfritz Fröbels Ideen neu und adaptieren Sie diese auf die heutige Zeit!

Klare Formen und Farben inspirieren

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Kinder folgen immer ihren inneren Impulsen. Ihre angeborene Neugier und ihr kreatives Potenzial müssen nur „herausgekitzelt“ und erhalten werden. Damit sie ihren Entdeckerdrang und ihre Gestaltungsfreude voll ausleben können, brauchen sie eine reduzierte Lernumgebung. Die ästhetischen Materialien nach Fröbel fokussieren sich daher auf das Wesentliche. Ihre klaren Farben und einfachen geometrischen Formen verleihen ihnen einen starken Wiedererkennungswert.

Kreatives Potenzial selbstbestimmt entfalten

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Spielend und Schritt für Schritt entwickeln die Kinder ihr ästhetisches Empfinden, ihren Ideenreichtum und ihre Gestaltungskraft. Im freien Spiel bestimmen sie selbst – je nach persönlichen Interessen und Fähigkeiten – welches Thema sie sich in welchem Tempo erarbeiten. Mit nachgehender Erziehung werden sie dabei sensibel sprachlich begleitet.

Das Prinzip der Selbstbildung ist Fröbel besonders wichtig, denn selbstbestimmtes Handeln und Denken bilden den Grundstein für das Wachsen von starken Persönlichkeiten. Diese können sich später (eigen-)verantwortlich in der modernen Lebenswelt einbringen und sie selbstbewusst mitgestalten. Insofern ist das Prinzip der Selbstbildung die Vorstufe zum kritischen Denken, eine der Kernkompetenzen des 21. Jahrhunderts.


Natürlich gemeinsam (Zukunfts-) Entwürfe wagen

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Die kindliche Entwicklung ist ein Reifeprozess. Um sie besser zu verstehen, nahm sich Fröbel ein Beispiel an der Natur. Er war der Meinung, dass die Natur selbst Erkenntnisgrundlage für alles ist, denn sie trägt alles Wissen in sich. Gerade in Zeiten von Touch-Screen und medialer Überreizung ist es wichtig, Kindern Themen anschaulich und in ihrem natürlichen Umfeld, Schritt für Schritt, näher zu bringen.

Damit meint Fröbel einerseits konkret den Aspekt, mit Kindern die Natur zu entdecken. Andererseits zielt Fröbels ganzheitlicher pädagogischer Ansatz insgesamt auf einen natürlichen Umgang im Erziehungsprozess, also im Lehr-, Lern-, und Spielalltag. So trainieren die Kinder neben der kognitiven Entwicklung wichtige soziale und kooperative Kompetenzen, die sie auch als Erwachsene brauchen.


 


 

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Wie wir heute von Friedrich Fröbels pädagogischen Ansätzen profitieren

Interview mit Frau Prof. Dr. Michaela Rißmann Professur „Erziehungswissenschaften, Erziehung und Bildung von Kindern“ Fachhochschule Erfurt

 


Was können wir von Friedrich Fröbel lernen?

Friedrich Fröbel hat die Bedeutung des Spielens und des aktiven Tätigseins der Kinder erkannt. Sein System der Spielgaben beruhte auf intensiven Beobachtungen und dem gemeinsamen Spiel mit den Kindern seiner Spielkreise. Daher können wir von ihm lernen: Schau genau hin, was die Kinder interessiert, reduziere das Angebot, gehe vom Einfachen zum Komplizierten, begleite das Tun sprachlich, gib dem Kind die korrekten Bezeichnungen und spiele mit!


Warum sind seine pädagogischen Ansätze gerade heute so wichtig?

Viele Kinder sind heutzutage einerseits einer Überfülle von Animationen und Spielmaterialien und andererseits einer Verarmung durch einseitige Anregungen, oft medial vermittelt, ausgesetzt. Die Umsetzung der Bildungspläne erfordert daher allseitige Bildungsgelegenheiten und -anregungen. Mit Fröbel gedacht, ist weniger mehr. Er hat uns gezeigt, wie vielfältig einfache, nicht vordefinierte Spielmaterialien verwendbar sind. Die einzelnen Teile seiner Spielgaben können immer wieder neu zusammengefügt werden. Sie ermöglichen den Kindern ein sinnstiftendes und produktives Spielen. So werden ihre schöpferischen Kräfte intensiv angeregt. Spielend erschließen sie sich Gesetzmäßigkeiten von (Bau-)Körpern und Materialien, entwickeln ihre Sprache, ihr mathematisches Verständnis und ihr ästhetisches Empfinden.


Wie lassen sich Fröbels Ansätze in die heutige Zeit übersetzen und umsetzen?

Spielen Sie doch einfach mal selbst mit den Legetäfelchen! In einer Kindergruppe wird jedes Kind etwas anderes entwickeln – Gelegenheit für eine Ausstellung, indem zum Beispiel alle Ergebnisse fotografiert und präsentiert werden. Die Fotos könnten entwickelt und laminiert werden und als Materialfundus in einer Schachtel Kinder zum Nachgestalten anregen. Oder Sie legen mit den Legetäfelchen ein Bild und erzählen eine Geschichte dazu!