Kinder stark machen mit sozial-emotionalen Kompetenzen

Im Miteinander entstehen starke Gefühle: Sich streiten, sich versöhnen, wütend sein, gemeinsam lachen, weinen, sich trösten, sich freuen … wir Menschen und die Gemeinschaft, in der wir leben, sind von Emotionen geprägt. Doch Kinder müssen erst lernen, wie unterschiedlich sich Emotionen äußern, was sie bedeuten und wie sie damit umgehen können.

Sozial-emotionale Kompetenzen sind eine wichtige Grundlage für ein glückliches Leben als Erwachsener. Auf dem Weg dorthin brauchen Kinder Unterstützung in Krippe, Kita und Kindergarten. Denn hier nehmen soziale und emotionale Interaktionen einen großen Raum ein, und somit ist die Förderung von sozial-emotionalen Kompetenzen ein wichtiger Bildungsbereich in der frühkindlichen Entwicklungsförderung.

Mit der Lernspielserie Feelix & Fay unterstützen wir Erzieherinnen und Erzieher dabei, Gefühlen von Kindern Raum zu geben, bewusst auf sie einzugehen und verschiedene Emotionen mit jedem einzelnen, aber auch mit der Gruppe zu thematisieren. Die Materialien wurden mit Experten aus Wissenschaft und Praxis dafür konzipiert, mit Kindern Strategien für den Umgang mit sich und anderen zu trainieren. Die Lernspielserie Feelix & Fay fördert spielerisch, mit viel Einfühlungsvermögen und Fantasie verschiedene Aspekte sozial-emotionaler Kompetenzen.

Wer sind eigentlich Feelix & Fay?

Feelix & Fay sind die Sympathieträger der Lernspielserie. Feelix dient als Identifikationsfigur für die Kinder, denn er hat, genau wie sie, viele unterschiedliche Gefühle. Seine beste Freundin Fay, ein Katzenbär, ist immer für ihn da. Sie tröstet ihn mit flauschigen Umarmungen oder macht ihm Bärenmut. Gemeinsam finden sie immer eine Lösung. Entdecken Sie die neue Lernspielserie rund um Feelix & Fay.

 

Teilaspekte sozial-emotionaler Kompetenzen

Sozial-emotionale Kompetenzen meistern Kinder Schritt für Schritt. Die vier Teilaspekte Emotionswissen und -ausdruck, Konflikt und Kooperation, Emotionsregulation sowie Empathie stehen in enger Beziehung zueinander. Um sich emotional angemessen zu verhalten und Beziehungen sozial angemessen zu gestalten ist jede Teilfähigkeit gleich wichtig.

Emotionswissen & -ausdruck

Gefühle und ihre Ausprägungen kennen, erkennen und benennen – das ist der Kern von Emotionswissen & -ausdruck. Die Kinder kennen die Ursachen von Gefühlen und können einordnen, in welchen Situationen welche Emotionen auftreten. Dadurch können sie soziale Situationen besser einschätzen und lernen auch, die Gefühlsausdrücke anderer zu lesen. Gleichzeitig erkennen sie ihre eigenen Gefühle und lernen, wie sie sie äußern können.

Konflikt & Kooperation

Prallen verschiedene Interessen aufeinander, gibt es einen Konflikt. Doch wie verhandelt man verschiedene Bedürfnisse? Im Sinne sozial-emotionaler Kompetenzen gilt es eine friedliche Konfliktlösung zu finden. Kinder lernen ihre Interessen zu vertreten, aber auch zurückzustecken. Um Konflikte gewaltfrei zu verhandeln, spielen auch die Fähigkeiten Emotionswissen & -ausdruck, Emotionsregulation und Empathie eine wichtige Rolle.

Emotionsregulation

Emotionsregulation heißt, die eigenen Gefühle ein Stück weit zu steuern. Kinder lernen zu erkennen, dass ein starkes Gefühl da ist, dass sie sich davon aber nicht überrollen lassen müssen. Sie üben sich in Impulskontrolle. Ziel ist es, statt auszuflippen oder in Tränen auszubrechen, auch bei verschiedenen Meinungen im Gespräch zu bleiben und die eigene Position zu verhandeln.

Empathie

Empathie bedeutet, die Perspektive anderer emotional und rational nachzuvollziehen und dann das eigene Handeln danach auszurichten. Warum zeigt jemand diesen Gefühlsausdruck? Was könnte passiert sein? Wie würde ich mich an dieser Stelle fühlen? Diese Überlegungen sind die Grundlage für Mitgefühl. Empathie hängt somit eng mit Emotionswissen & -ausdruck zusammen.

 

Experteninterview

Wie erlernen Kinder sozial-emotionale Kompetenzen? Und wie können Erzieherinnen und Erzieher sie dabei unterstützen? Diese und weitere Fragen beantwortet die Bildungs- und Familiensoziologin Prof. Dr. Pfeffer im Interview.