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Soziale und emotionale Entwicklung

Emotionale und soziale Kompetenz: Kinder fit fürs Leben machen

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Die Ausbildung emotionaler und sozialer Kompetenzen ist eine wichtige Entwicklungsaufgabe der ersten sechs Lebensjahre. Wie gut sie gelingt, hängt in hohem Maß von den frühen Erfahrungen ab, die Kinder im Umgang mit ihren engsten Bezugspersonen machen. Denn: Emotionale und soziale Kompetenzen entwickeln sich im Zusammensein und in der Auseinandersetzung mit anderen.


„Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen.“
Oscar Wilde


Kindern positive Beziehungserfahrungen zu ermöglichen ist deshalb eine zentrale Aufgabe auch und gerade von Erzieherinnen und Erziehern. Denn nicht jedes Kind hat das Glück, diese zu Hause machen zu dürfen.
Warum sozial-emotionale Kompetenzen so wichtig sind und wie Sie ihre Herausbildung – auch mithilfe der Raumgestaltung – unterstützen können, lesen Sie im Folgenden.

 

 

Die Bedeutung emotionaler und sozialer Kompetenzen für Kinder

Die Fähigkeit, angemessen mit den eigenen Gefühlen und denen anderer umzugehen, prägt lebenslang die Qualität unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Diese emotionalen und sozialen Fähigkeiten aber können Kinder nur entwickeln, wenn sie früh gute Erfahrungen in sozialen Interaktionsprozessen machen. Wenn sie Mitgefühl und Verständnis erleben, Vertrauen und Zuverlässigkeit. Und wenn sie sichere Bindungen aufbauen können. Ist all dies gegeben, sind die Voraussetzungen gut, dass Kinder zu starken und neugierigen, selbstbewussten und einfühlsamen Persönlichkeiten heranwachsen. Zu Persönlichkeiten, die voller Entdeckungsfreude ihre Umwelt erkunden und begierig Neues lernen. Und die ihren Platz in der Gruppe finden – ob in der Kindergartengruppe oder später in anderen Zusammenhängen.

Sie als Erzieherinnen und Erzieher sind wichtige Bezugspersonen und für die Ihnen anvertrauten Kinder gleichermaßen Vorbild und „Entwicklungshelfer“ bei diesem entscheidenden Lernprozess. Lesen Sie im Folgenden, wie sie ihn mit geeigneten Spielen im Kindergartenalltag wirksam unterstützen.

 

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Spielerisch die emotionale Entwicklung fördern

Die Kita bietet Kindern ein ideales Erfahrungsfeld für die soziale und emotionale Entwicklung. Hier setzen sie sich täglich mit Spielkameraden und pädagogischen Fachkräften auseinander und bekommen vielfältige Rückmeldungen ihr Handeln und ihre Person betreffend.

Spiele, die helfen, die emotionale Entwicklung und soziale Kompetenz zu fördern, gibt es viele. Gerade das so beliebte Puppen-, Theater- und Rollenspiel bietet ein wertvolles Erfahrungsfeld. Indem Kinder Alltagsszenen nachspielen und Handlungsweisen der Erwachsenen nachahmen, setzen sie sich mit Erlebtem auseinander. Sie bringen Gefühle wie Freude oder Angst in neue Spielzusammenhänge. Sie lernen im Spiel zu trösten, zu teilen und zu helfen, und entwickeln dabei ihre sozial-emotionalen Fähigkeiten.

Weitere Ideen, diesen Lernprozess anzustoßen und zu unterstützen, sind u.a.:

  • kooperative Spiele, bei denen gemeinsam im Team eine Aufgabe bewältigt werden muss. Beim Luftballonspiel zum Beispiel müssen die Kinder sich so im Raum bewegen, dass immer alle Luftballons in der Luft bleiben.

  • Theater- oder Puppentheater-Spiele, mit deren Hilfe bestimmte Situationen, Gefühle oder auch Konflikte nachgestellt werden können. Dies erleichtert häufig das Verständnis für Verhaltensweisen und hilft bei der Lösung von Konflikten.

  • Bildkarten, auf denen Menschen zu sehen sind, die durch Mimik oder Körperhaltung bestimmte Gefühle ausdrücken. In der Gruppe können die Kinder gemeinsam über diese Gefühle und wodurch sie ausgelöst werden reden. Auch Ausschnitte aus Zeitschriften oder Bilderbüchern eignen sich hierfür.

Auch ein Spiegel im Gruppenraum kann dazu beitragen, die emotionale Entwicklung zu unterstützen. Er bietet Kindern die Möglichkeit, sich und die Veränderung ihrer Mimik und Körperhaltung bei bestimmten Emotionen selbst zu beobachten.

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Mit gezielter Raumgestaltung die sozial-emotionale Entwicklung unterstützen

Ein anregender Rollenspielbereich bietet Kindern vielfältige Möglichkeiten, in fremde Rollen zu schlüpfen und die Gefühle ihres Gegenübers verstehen zu lernen. Dieser sollte mit einer breiten Auswahl an alltagsnahen Spielmaterialien ausgestattet sein. Dazu zählen Mobiliar wie u.a. Tisch, Stühle, Puppenbetten, Puppenwagen und eine Spielküche mit verschiedensten Küchenutensilien.

Neben der typischen „Zuhause-Situation“ können auch andere Alltagssituationen nachgespielt werden. So können z.B. Vorschulkinder den Schulbesuch trainieren, indem sie ein Klassenzimmer mit Tischen, Stühlen und einer Tafel nachbauen. Oder es wird ein Arztbesuch gespielt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Zum Rollenspielbereich gehört auch eine Verkleidungsecke. Kostüme, Tücher und Taschen, Hüte, Perücken, Brillen und Schuhe helfen, die Position des Gegenübers zu verstehen. Natürlich darf hier auch ein Spiegel nicht fehlen!

Ist der Rollenspielbereich zudem mit bodenlangen Vorhängen abgeteilt, entsteht zum einen eine geschützte Raum-im-Raum-Situation, die ungestörtes Spielen ermöglicht. Zum anderen können die Vorhänge bei „öffentlichen“ Aufführungen zu Theatervorhängen umfunktioniert werden.

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