Zum Inhalt springen Zum Navigationsmenü springen
Startseite
Unsere Onlineangebote

Wahrnehmung und kognitive Entwicklung

Kognitive Fähigkeiten bei Kindern: Sich ein Bild von der Welt machen

bildungsbereich_wahrnehmung_intro.jpg

Die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten bei Kindern ist ein vielschichtiger Prozess. Von Anfang an nehmen Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen wahr. Sie sehen und hören, riechen und schmecken sie. Sie ertasten und erfühlen sie sich Stück für Stück und entwickeln damit ihre kognitiven Kompetenzen.


„Nichts ist im Verstand,
was vorher nicht in den Sinnen war.“

John Locke


Gerade im Kleinkindalter ist das Denken hauptsächlich an die sinnliche Wahrnehmung geknüpft. Kinder lernen indem sie handeln, also beispielweise Gegenstände oder Materialien mit Mund und Händen aktiv erkunden. Für Sie als Erzieherinnen und Erzieher bedeutet das: Indem Sie Kindern vielfältige Sinneseindrücke ermöglichen, unterstützen Sie diesen wichtigen Lernprozess effektiv. Bewegungs- und Wahrnehmungsspiele etwa sind ein wirksames Training für alle Sinne. Und auch die Raumgestaltung kann ihren Beitrag zur Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten bei Kindern leisten. Wie, das lesen Sie im Folgenden.

 

 

bildungsbereich_wahrnehmung_181085.jpg

Mehr zu kognitive Fähigkeiten bei Kindern

Unter Kognition bzw. den kognitiven Fähigkeiten versteht die Wissenschaft alle bewussten wie unbewussten Denk- und Wahrnehmungsvorgänge des Menschen. Es zählen dazu unter anderem:

  • das Erinnerungsvermögen bzw. Gedächtnis,
  • die Raumvorstellung und die Fähigkeit, logisch zu denken,
  • die Fähigkeit, sich zu konzentrieren und die Aufmerksamkeit zu steuern,
  • das Zahlenverständnis und die Rechenfähigkeit,
  • die Handlungsplanung,
  • die Erfassung von Sinnzusammenhängen,
  • die Steuerung von Bewegungsvorgängen,
  • und die Fähigkeit, sich neues Wissen anzueignen.

Gut ausgebildete kognitive Fähigkeiten sind also essentiell, um viele Bereiche des Lebens erfolgreich meistern zu können. Sie steuern die Verarbeitung von Sinneseindrücken und sind Voraussetzung für das Lernen im Allgemeinen.
Aufgabe von Erzieherinnen und Erziehern (und natürlich der Eltern und Familie) ist es demnach, Kindern vielfältige Sinneseindrücke zu bieten. Dies fördert die Wahrnehmungskompetenz und Kinder verstehen bald, aus den vielen Reizen und Informationen die relevanten auszuwählen, zu bewerten und zu verknüpfen.

 

bildungsbereich_wahrnehmung_125801.jpg

Bewegungs- und Wahrnehmungsspiele im Kindergarten

Wahrnehmungsspiele sowie eine große Auswahl an abwechslungsreichen Spielmaterialien können diesen zentralen Bildungs- und Erkenntnisprozess wirksam unterstützen. Sinnesmaterialien wie ein Bällebad, Spiegel, bunte Fensterbilder oder Musikinstrumente bieten vielfältige Anregungen. Mit Fühlsäckchen oder Wandelementen mit unterschiedlichen Materialien können Sie die taktile Wahrnehmung fördern. Optimal ist ein Wechsel aus Beschäftigungsangeboten und Freispiel-Zeiten, in denen Kinder ihre Umgebung erforschen, neues Wissen sammeln und noch Unbekanntes ausprobieren können.

Wahrnehmung ist auch eng verbunden mit Bewegung. Bewegung ist ein effektives Training für die Sinne. Sie schult u.a. den Gleichgewichtssinn und die Orientierung im Raum. Außerdem erfahren Kinder in der Bewegung physikalische Kräfte wie Beschleunigung (auf der Rutsche) oder Fliehkräfte (bei Drehbewegungen) am eigenen Körper. Diese vielfältigen und „bewegten“ Sinneseindrücke unterstützen die Ausbildung einer immer differenzierteren Wahrnehmungsfähigkeit. Auch einfache Spiele z.B. mit Bällen fordern die Wahrnehmungsfähigkeit auf vielfältige Weise und machen Kindern in jedem Alter Spaß. Beim Ballfangen stellen sich alle Kinder im Kreis auf. Ein Kind erhält einen Ball und wirft ihn einem beliebigen Mitspieler zu. Da niemand weiß, wann er den Ball erhält, müssen alle jederzeit bereit sein, ihn zu fangen und schulen Aufmerksamkeit und Konzentration.

» Ideen für mehr Bewegung im Kindergarten     » Bewegungsmaterialien im Wehrfritz-Shop

 

 

SchränkeHüpfschafPodest mit Deckel Knibbel-Würfel Eckhöhle Fühl-Podest Mika

Die Bedeutung der Raumgestaltung für die kognitive Entwicklung

Nicht nur die durchdachte Ausstattung eines Raums ist für die Förderung der kognitiven Fähigkeiten von Bedeutung. Auch seine Gestaltung kann helfen, die Wahrnehmungsfähigkeit von Kindern zu schulen. Setzen Sie bei der Einrichtung zum Beispiel gezielt Elemente ein, die die optische, haptische und taktile Wahrnehmung fördern. Hierzu bieten sich u.a. Wandapplikationen mit verschiedenen Materialien zum Fühlen oder mit Motorikelementen an. Auch das bei Kindern so beliebte Bällebad hilft, die taktile Wahrnehmung zu entwickeln. Oder bieten Sie doch mal ein feineres Bohnenbad an. Sicher werden Ihre Kinder davon begeistert sein! Für faszinierende optische Effekte sorgen einander gegenüberliegende Spiegelflächen, farbige Fensterbilder oder Bausteine mit bunten Plexiglaseinsätzen. Eine übersichtliche Anordnung der Materialien und ein abgeteilter Raumbereich für Wahrnehmungsspiele sind weitere Möglichkeiten, die kognitiven Fähigkeiten bei Kindern zu fördern.

» Produkte zur kognitiven Entwicklung im Wehrfritz-Shop

 

 

« zurück

 

War dieser Beitrag hilfreich?
Haben Sie Fragen? Anfrage einreichen