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Kindliche Entdecker behutsam begleiten – wie Sprache Wissensbrücken baut

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Damit sich jedes Kind optimal entwickeln kann, sollte es nach Fröbel sensibel begleitet werden. Das heißt, die Erzieher(innen) greifen, im Sinne der nachgehenden Erziehung, nicht zu viel und nicht zu wenig in den kindlichen Erkenntnisprozess ein. Sie geben ihnen genau das richtige Maß an Unterstützung, indem sie die Kinder im freien Spiel und im Prozess der Selbstbildung genau beobachten. Dabei begleiten sie die Kinder sprachlich: Sie sprechen mit ihnen über ihre Entdeckungen, Empfindungen und Erkenntnisse. Beim genauen Zuhören merken sie, wo die Interessen der Kinder liegen, welche Materialien sie zur Verfügung stellen und welche Inhalte sie thematisieren können.

 

Kindgemäß anregen, fördern und stärken bedeutet
einen Dialog miteinander aufzubauen.

 

Vor allem bekommen sie ein gutes Gespür dafür, wann Situationen für Lernanlässe entstehen. Dabei sind Ästhetik, Sprache und Mathematik immer eng miteinander verknüpft. Die Erzieher(innen) erklären auch Themen oder zeigen Techniken, wie z.B. das Flechten. Dabei geben sie aber nur wenige Reize, sodass die Kinder selbst neue Erkenntnisse gewinnen. Sie begegnen den Kindern immer wieder mit Gelassenheit, Optimismus und Wertschätzung. So entsteht ein Miteinander, das von Vertrauen geprägt ist. Dies ist die ideale Basis um von klein auf erfolgreich (kommunikative) Kompetenzen aufzubauen.

 

Von der Linie zur Fläche

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Flechten nach fröbelscher Art – mit sprachlicher Begleitung

Begonnen wird mit einfachen, sich wiederholenden Flechtbewegungen, die im Schwierigkeitsgrad bis hin zum freien Flechten gesteigert werden können. Das regt die Kinder im Sinne Fröbels dazu an, selbst tätig zu werden und ihr ganzes kreatives Potenzial zu entfalten.

Dabei stehen das Musterhafte und das Abzählen im Vordergrund, wie aus der sprachlichen Begleitung durch den/die Erzieher(in) deutlich wird:

 

„Fädle eins runter, eins hoch…“ (einfaches Muster)

 

„Fädle drei hoch, drei runter,…“ im Wechsel mit

 

„Fädle eins hoch, eins runter…“ (komplexeres Muster)

 

Das sind nur Beispiele für sich wiederholende „Abzählverse“ („Immer auf und ab“). Durch diese werden die Kinder spielerisch an das Rechnen mit kleinen Zahlen herangeführt und entwickeln eine erste Vorstellung von Symmetrie und Formen. Dadurch, dass systematisch jeweils eine, zwei oder drei Flechtreihen übersprungen werden müssen, lernen sie auch feste Strukturen und Rhythmen einzuhalten.

 

Fröbel-Gedanke zu den Spielgaben

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Das Flechten nach fröbelscher Art fördert bei den Kindern das mathematische Grundverständnis und durch das ständige Wiederholen der sprachlichen Begleitung auch die sprachliche Ausdrucksweise.

 

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