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Fröbelsche Spielgaben sind einfach und raffiniert zugleich. Er unterscheidet sie in Spiele mit Körpern, Spiele mit Flächen, Spiele mit Linien und Spiele mit Punkten. Davon inspiriert, hat Wehrfritz Fröbel-Materialien entwickelt, die mit klaren Formen und flexiblen Kreativ-Techniken überzeugen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese einsetzen können und warum Friedrich Fröbel gerade heute für Kinder und Erzieher so bedeutsam ist!

 

Friedrich Fröbels Konzept zur Frühen Bildung –
heute so aktuell wie nie

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Kinder wachsen heute in einer technisierten, automatisierten und digitalisierten Welt auf.
Um deren speziellen Herausforderungen gerecht zu werden, brauchen sie Fähigkeiten, wie kreatives Denken, Selbstregulation und Eigenverantwortung sowie die Fähigkeit zum Zusammenarbeiten. Die OECD-Studie „Starting Strong 2017“ zeigt, dass frühkindliche Bildung für die Entwicklung dieser Kompetenzen wichtig ist. Bereits Friedrich Fröbel war dieser Ansatz klar. So hat er 1840 mit der Gründung des ersten Kindergartens den Grundstein für ein innovatives frühkindliches Bildungskonzept gelegt. Damit galt er zu seiner Zeit als „Rebell“ und ist heute so aktuell wie nie.

Kinder fit für die Zukunft machen, heißt
sie selbstbestimmt anregen, fördern und stärken.

 

Gerade in einer zunehmend digitalisierten Welt ist es wichtig, dass Kinder ihre natürliche (Um-)Welt und deren Gesetzmäßigkeiten mit den eigenen Händen begreifen. Nur so lernen sie sich selbst in all ihren Facetten kennen und können sich geistig, körperlich sowie emotional entfalten. Das ist die Basis um ihre individuelle Persönlichkeit auch als Erwachsene kreativ und produktiv in die Gesellschaft einzubringen und diese und sich selbst weiterzuentwickeln. Entdecken Sie mit uns Fröbels Ideen neu und adaptieren Sie diese auf die heutige Zeit!

 

 

Reformpädagoge und Rebell: Interview mit Friedrich Fröbel (1782 – 1852)

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Er wirkte als Erzieher, Lehrer, Spielentwickler und Unternehmer. Wir haben den Visionär Friedrich Fröbel zu seinen pädagogischen Ansätzen und innovativen Spielideen befragt. Das könnte er uns heute antworten:
 
Herr Fröbel, Sie haben die Fröbelpädagogik begründet, was ist daran das Wichtigste?
Im Mittelpunkt stehen das Kind und seine individuellen Bedürfnisse in der Entwicklung. Kinder, Pädagogen und Eltern sollen achtsam und bewusst miteinander umgehen, voneinander lernen und sich gemeinsam entwickeln. Ich möchte freie, denkende, selbsttätige Menschen bilden.
 
Was für ein Bild haben Sie vom Kind?
Als Teil der Natur ist jedes Kind einzigartig und hat spezielle Begabungen. Die Kinder haben einen natürlichen Antrieb und kreatives Potenzial. Sie wollen tätig sein um selbstbestimmt Neues zu entdecken und sich so weiterzuentwickeln. Wie das geschieht ist bei jedem Kind anders. Aber immer sollten sie von Pädagogen mit ganzheitlicher Spielpflege, in nachgehender Erziehung behutsam sprachlich begleitet werden. 
 
Welche Rolle nimmt das Spielen dabei ein?
Kinder tragen von Anfang an alles in sich. Sie brauchen nur den Freiraum, die Spielmaterialien und Techniken (Spiele mit Körpern, Spiele mit Punkten, Spiele mit Linien, Spiele mit Flächen) um sich zu entwickeln. Beim Spielen eignen sie sich die Welt an und gehen je nach Interessen ihren persönlichen (Lern-)Weg. Einfach gesagt, Spielen ist Lernen. Dabei sind vor allem die frühen Jahre entscheidend! 
 
Was macht richtig gute Spielmaterialien eigentlich aus?
Gute Spielmaterialien sind auf das Wesentliche konzentriert, zeichnen sich durch klare Formen und Farben aus. Sie ermöglichen den Kindern schöpferisch tätig zu sein und sich so zu entwickeln. Wenn die Materialien den Entwicklungsbedürfnissen des Kindes entsprechen und ihm Herausforderungen ermöglichen, meistert es die nächste Entwicklungsstufe von allein. Ich habe selbst Spielgaben entwickelt und produziert, dazu Anleitungen für Erzieher(innen) verfasst und so eine eigene Spielpädagogik begründet. 
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Welche Materialien würden Sie heute ergänzen?
Aktuell gibt es eine Fülle an Kreativ-Materialien und -Techniken. Spannend ist für die Kinder z.B. die Interpretation der Legematerialien als Fensterfolie. So lassen sich die von mir definierten Erkenntnis-, Schönheits-, und Lebensformen umsetzen. Auch auf andere Weise, wie z.B. mit Mosaik-Technik oder Kratz-Technik kann man gut vom Einfachen zum Differenzierten arbeiten und interessante Ergebnisse erzielen.
 
Wie sind Sie zu diesen Ansichten gekommen?
Ich habe ca. 20 Jahre als Lehrer und Schulleiter in unterschiedlichen Einrichtungen gearbeitet. Anfangs war ich bei Johann Heinrich Pestalozzi tätig und beschäftigte mich mit seiner Pädagogik. Dann habe ich meine eigene Schulpädagogik entwickelt und publik gemacht. 1840 habe ich den weltweit ersten Kindergarten in Bad Blankenburg gegründet sowie ein Konzept zur Frühen Bildung erstellt. Für den Kindergarten bildete ich Erzieherinnen aus.
Dazu erstellte ich einen eigenen Lehrplan, leitete Kurse in verschiedenen Städten
und gründete ein eigenes Ausbildungsinstitut.
 
Mit Ihrem beruflichen Wirken haben Sie Meilensteine in der Pädagogik gesetzt. Was hat Sie in Ihrem Leben persönlich am meisten geprägt?
Als 6. Kind in einer christlich-orthodoxen Pfarrersfamilie aufzuwachsen war nicht leicht. Da meine Mutter bereits wenige Monate nach meiner Geburt starb, habe mich viel allein beschäftigt und die Natur wurde mir schon früh ein vertrauter Freund. Ich habe mir viele Gedanken über die Bindung und Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen gemacht. Auch aufgrund meiner eigenen Kindheit und dem was ich erlebt oder vermisst habe, konnte ich eine detaillierte Vorstellung von einem wertvollen menschlichen und erzieherischen Miteinander entwickeln.
 
Wie sah Ihre berufliche Laufbahn aus?
Nach der Schule arbeitete ich als Landvermesser bei einem Förster und studierte an verschiedenen Universitäten naturwissenschaftliche Fächer. Zunächst wollte ich Architekt werden. Entschied mich dann aber für den Lehrberuf. Nach all meinen bildungspolitischen Erfolgen und Errungenschaften war das Verbot der Kindergärten 1851 kaum zu ertragen für mich.
 
Dieses wurde ja 10 Jahre später wieder aufgehoben. Auch wenn Sie das nicht mehr erlebt haben, so findet Ihr Konzept zur Frühen Bildung immer noch international Beachtung und ist heute so aktuell wie nie! 

 

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