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Lillys Buchstabenwelt

Buchstaben werden lebendig

Lillys Buchstabenwelt

Mit unserem Konzept Lillys Buchstabenwelt möchten wir Sie einladen, gemeinsam mit den Kindern einer Kindergartengruppe, einer ersten Klasse oder Ihrem eigenen Kind in die schöne und bunte Welt des Alphabets einzutreten. Wir wissen heute, dass Lesefreude, Spaß an der Sprache und Lust am eigenen Ausdruck kein Zufall sind. So lassen sich z. B. oft große Unterschiede feststellen, wenn Kinder im Anfangsunterricht der Grundschule das Lesen und Schreiben lernen. Es gibt Kinder, denen gelingt es bereits nach einem halben Jahr sehr gut, das unserer Schriftsprache zugrunde liegende alphabetische Prinzip umzusetzen und sie entwickeln sich problemlos zu kompetenten Lesern und Schreibern. Andere wieder plagen sich am Ende des zweiten Schuljahres noch damit herum, Wörter gemäß diesem Prinzip zu erlesen und sie haben größte Probleme mit der Rechtschreibung. Im Extremfällen kommt es sogar dazu, dass diese Kinder im Laufe ihrer Schulzeit eine Lese-Rechtschreibschwäche bzw. eine Legasthenie attestiert bekommen.

Wie lassen sich solche Unterschiede erklären? Sind die erst genannten Kinder fleißig und die anderen einfach nur faul oder gibt es Faktoren, welche die Entwicklung bereits vor dem Schuleintritt in die eine oder andere Richtung lenken?
Oder anders formuliert: Lässt sich der Erfolg beim Lesen- und Schreibenlernen frühzeitig vorhersagen?
Natürlich liegt es nahe, in solch einem Kontext an den Intelligenzquotienten eines Kindes zu denken. Kinder mit einem hohen IQ, so die naheliegende These, haben keine Probleme beim Lesen- und Schreibenlernen und Kinder, denen dies schwerer fällt, haben eben einen geringeren IQ.

Heute wissen wir jedoch, dass solch ein Zusammenhang in dieser Einfachheit nicht existiert. Der IQ eines Kindes hat nachgewiesenermaßen nicht diesen ausschließlichen Einfluss auf diese sprachbezogene Entwicklung. Ein hoher IQ ist keineswegs ein Garant für einen unproblematischen Schriftsprachenerwerb. Es gibt Kinder mit ausgeprägter Legasthenie und gleichzeitig sehr hoher Intelligenz.

Dennoch ist es so, dass nicht alle Kinder beim Eintritt in die Schule die gleichen Erfolgsaussichten besitzen. Woran, wenn nicht am IQ, lassen sich diese Unterschiede dann festmachen?
Heute werden diese unterschiedlichen Startbedingungen in erster Linie an sogenannten „Vorläufermerkmalen des Schriftsprachenerwerbs“ festgemacht. Dazu zählen die verfügbaren Gedächtnisfertigkeiten ebenso wie allgemeine sprachliche Fertigkeiten und Fähigkeiten.
Von ganz besonderer Bedeutung scheint darüber hinaus eine Fähigkeit zu sein, die unter dem Begriff der sogenannten phonologischen Bewusstheit in die Fachliteratur eingegangen ist.
Unter einem Phonem versteht man ganz allgemein einen Laut im Sinne eines Wortunterscheidungszeichens. (Beispiel: „S“onne und „T“onne.) Die Einsicht in den phonetischen Aufbau unserer Schriftsprache wird dementsprechend als phonologische Bewusstheit bezeichnet.
Im Einzelnen beinhaltet dieses Können etwa die Kenntnis in die Lautstruktur unserer Sprache, die Fähigkeit, einzelne Laute im Wort zu identifizieren, und nicht zuletzt die Einsicht in das alphabetische Prinzip unserer Schriftsprache. Wissenschaftliche Studien belegen eindeutig, dass die beschriebene Fähigkeit offensichtlich die wichtigste Lernvoraussetzung für das Erlernen von Lesen und Rechtschreiben ist und somit die entscheidende Voraussetzung, um schriftsprachliche Leistungen zu erbringen.

Besonders gut scheinen Kinder für das Lesen und Rechtschreiben vorbereitet zu sein, wenn sie außerdem noch gelernt haben, einen Buchstabenlaut, also ein Phonem, mit dem passenden Buchstabenbild zu verbinden.

Wir können davon ausgehen, dass eine Kombination aus Förderung der phonologischen Bewusstheit und Buchstabenlautkenntnis die beste Vorbereitung für den späteren Schriftsprachenerwerb darstellt. Darüber hinaus haben viele Forschungsarbeiten auch gezeigt, dass Kinder, die gegen Ende des Kindergartenalters und zu Beginn der Schulzeit kaum Buchstaben kennen, später überdurchschnittlich oft Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen haben.
Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass die Anfänge des Lesen- und Schreibenlernens nicht erst bei dem systematisch geplanten Lese- und Schreibunterricht in der Grundschule beginnen, sondern weit in den Vorschulbereich hineinreichen.

Wenn wir deshalb mit unserem neuen Konzept „Lillys Buchstabenwelt“ das Ziel verfolgen, Kinder schon sehr früh zu befähigen, Buchstabenlaute mit den dazugehörigen Buchstabenbildern zu assoziieren so hat dies nichts mit übertriebenem pädagogischen Ehrgeiz zu tun.
Vielmehr geht es uns darum, Grundlagen und notwendige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schriftsprachenerwerb sowie ein differenziert ausgebildetes Sprachverständnis aufzubauen.
„Lillys Buchstabenwelt“ zeigt, wie Kinder durch ganzheitliche und kreative Sprachförderung einen spielerischen Einstieg in die Welt der Buchstaben und der Sprache finden können. In der fantastischen Buchstabenwelt werden die Buchstaben zu eigenständigen Figuren und erleben spannende Abenteuer. Gemeinsam mit ihnen spielen, singen und lernen die Kinder.

„Lillys Buchstabenwelt“ liefert Ihnen darüber hinaus vielerlei Anregungen, wie Sie mit Ihren Kindern mit Spaß und Fantasie in die Welt der Sprache und Schrift eintauchen können.

Wir sind sicher, dass unser neues Konzept nicht nur die erwünschten Lerneffekte bewirken, sondern den Kindern viel Freude bereiten wird. Und das ist das Wichtigste!

Dr. habil. Gerhard Friedrich
Institut für vorschulisches Lernen
www.ifvl.de

 

Produkte

Kinder begreifen Buchstaben mit allen Sinnen: durch Hören, Sehen, Anfassen, Nachsprechen. So entsteht eine dauerhafte Buchstabe-Laut-Verknüpfung, das heißt, die Kinder verbinden mit den Buchstabenbildern nicht nur die Laute, sondern auch die Worte, in denen sie vorkommen. Damit wird die Grundlage für den Schriftspracherwerb gelegt.

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Seminare

In unseren praxisorientierten Seminaren befassen wir uns im Detail mit den Vorläuferkompetenzen den Schriftsprachenerwerbs und wie diese mit Hilfe von "Komm mit ins Buchstabenland" spielerisch und individuell in den Kindergartenalltag eingebunden werden können.

Die Seminarunterlagen beinhalten alles an Theorie und Praxis, was für eine erfolgreiche Planung und Umsetzung benötigt wird. Die Handouts begleiten die Präsentation und beinhalten zahlreiche, tlw. bebilderte Umsetzungstipps sowie eine umfangreiche Literaturliste.

Tipp: Am unkompliziertesten und kostengünstigsten ist es, eine Referentin für eine Gruppe von Teilnehmern zu buchen (Teamfortbildung oder von Trägerseite). Termine können jederzeit individuell vor Ort vereinbart werden.
Fragen Sie uns einfach!

Weitere Informationen und aktuelle Termine für offene Seminare finden Sie auch auf der Seminar-Seite des Institut für vorschulisches Lernen.

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