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Entspannung

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Dass in unserer Leistungsgesellschaft Erwachsene immer häufiger unter Stress leiden, ist nichts Neues. Aber wie sieht es bei den Kindern aus? Auch hier leiden viele schon unter Stress-Symptomatiken, wie diverse Studien, zum Beispiel die KiGGS-Studie vom Robert-Koch-Institut in Berlin, gezeigt haben. Die familiäre Situation, die Belastung in Kita und Schule, aber auch ein geändertes Freizeit- und Medienverhalten sind Gründe dafür. Typische Stressfaktoren für Kinder sind zum Beispiel:

 

  • Schlafprobleme
  • Hunger/Durst
  • Überlastung (zu wenig Ruhepausen)
  • Bewegungsmangel
  • Angst
  • Termindruck (Musikunterricht, Fußballtraining, …)

 

Momente der Ruhe und Stille werden im kindlichen Alltag immer mehr zur Mangelware. Viele Kinder verbinden Ruhe und Stille daher mit Langeweile, Leere und auch mit Angstmomenten. Dabei ist eine aktive Entspannung wichtig für die kindliche Entwicklung. Mit Entspannungsübungen lassen sich konkrete Situationen in Kindergarten und Schule und auch die Gesundheit der Kinder verbessern. Außerdem entwickeln Kinder schon frühzeitig Lebens-Kompetenzen, zum Beispiel Selbst-Regulation, Selbstvertrauen und emotionale Stabilität und Resilienz.

Entspannungsübungen können ritualisiert in den Tagesablauf eingebunden werden, zum Beispiel regelmäßige Übungen beim Morgenkreis. Diese Rituale geben Kindern Sicherheit und ein Gefühl der Struktur. Daneben helfen situative und individuelle Entspannungsübungen Ihnen und Ihren Kindern als kleine „Entschleunigungs-Inseln“ während des Tages: mit gedimmtem Licht, einer entspannenden Fantasiereise oder einer Massage mit einem » Igelball zum Beispiel. Ein Buchtipp dazu: » Buch WolkenTräumeZeit.

Wichtig zum Entspannen sind klare Regeln: Mit eindeutigen „Mach-Mal-Pause-Signalen“ lassen sich Kurzpausen und Entspannungsübungen einläuten. Außerdem sollten die Kinder währenddessen nicht lachen, reden oder einander ablenken. Und natürlich sollte aktive Stille und Entspannung Spaß machen.

 

 


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Stressbewältigung ist wichtiger Bestandteil der Arbeit

Jeder Tag hält neue Herausforderungen bereit, keiner verläuft wie der andere. Als Erzieherinnen und Erzieher kennen Sie das, Stress im Alltag in der Kita gehört dazu – ob er aber zu einer Belastung wird, liegt am Umgang mit den unterschiedlichen Anforderungen. Wer jeden Tag auf die Bedürfnisse und Gefühle von Kindern eingehen soll, braucht Klarheit über die eigenen Bedürfnisse und Gefühle. Selbstfürsorge im privaten und beruflichen Umfeld, innere Balance und Ruhe sind wichtig, um den Beruf dauerhaft, erfolgreich und zufrieden ausüben zu können

 

Eine Anregung: Kurz-Meditation

Setzen Sie sich bequem irgendwohin und legen Sie Ihre Brille ab, falls Sie eine tragen. Reiben Sie kräftig die Hände aneinander, bis sie warm werden. Stützen Sie sich nun auf Ihre Ellenbogen und legen Sie Ihre Hände auf die Augen. Dabei sollte kein Licht mehr durch die Finger dringen. Atmen Sie langsam mehrfach ein und aus. Um die Kurzmeditation zu beenden, öffnen Sie langsam Ihre Finger und gewöhnen Sie Ihre Augen wieder an das Licht. Streichen Sie sich anschießend mehrfach über die Augenbrauen von der Nasenwurzel zur Schläfe hin. Durch diese Übung entspannen Sie Ihre Augenmuskulatur und erholen sich etwas vom Alltagsstress.

Wir haben Ihnen weitere » 15 Tipps zur Stressbewältigung zusammengestellt … einfach herunterladen und ausprobieren.

 


Teambuilding und Mitarbeiterführung

Als Leiter eines Kindergartens oder einer Kita steht man in einem besonderen Spannungsfeld: Auf der einen Seite gibt es regelmäßig Anforderungen „von außen“, also vonseiten der Politik, des Trägers und der Eltern, auf der anderen Seite geht es darum, auch „von innen“ den Betrieb der Einrichtung und das Miteinander unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern harmonisch zu gestalten. Keine leichte Aufgabe, dabei Manager und Führungskraft gleichzeitig zu sein, also nicht nur die richtigen Dinge zu tun, sondern diese Dinge auch richtig zu machen.

Das Führen von Mitarbeitergesprächen in einem durchdachten Rahmen, mit Leitfaden und mit klar definierten Zielen sowie regelmäßig positives Feedback helfen dabei, das Team aktiv zu begleiten und weiterzuentwickeln. Wichtig ist auch ein konstruktiver Umgang mit Konflikten: Ein gut funktionierendes Team bietet auch Raum für Auseinandersetzungen und versteckt eventuelle Probleme nicht unter einer harmonischen Oberfläche.

Ein „ABC für die Teamleitung“ und weitere hilfreiche Tipps zu diesem Thema finden Sie in dem Vortragsskript „Meine Mitarbeiter und ich – ein starkes Team“ von Sibylle Münnich, das Sie sich » hier herunterladen können.

 


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Rückzugsräume und Entspannungsecken schaffen

Kinder brauchen viel Platz zum Spielen und die Welt zu erkunden – sie brauchen genauso aber auch Platz, um sich zurückzuziehen und das Erlebte nachwirken zu lassen. Eine gepolsterte Leseecke und eine Kuschelhöhle mit sanften zurückhaltenden Farben und harmonischen Formen setzen dabei gezielte visuelle Impulse. Und sie unterstützen die Kinder beim aktiven Entspannen – egal, ob sie schlafen oder sich nur verstecken wollen, sich ruhig ein Buch anschauen oder einfach nur die anderen Kinder ein wenig zurückgezogen beim Spielen beobachten wollen.

 


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Im Weißen Raum snoezelen

Snoezelen ist die Bezeichnung für eine Methode zur Ruhe- und Entspannungsfindung, die immer mehr Bedeutung und Akzeptanz erfährt. Als Therapiekonzept wird es vor allem eingesetzt, um die sensitive Wahrnehmung zu stimulieren, körperliche und seelische Entspannung zu fördern und die Konzentration zu steigern. Es ist heute fester Bestandteil ganzheitlicher Förder- und Therapiekonzepte für Menschen jeden Alters.

Der klassische Snoezelen-Raum hat weiße Wände, Polster, Boden- und Wandmatten. Über verschiedene Lichtquellen kann der gesamte Raum dauerhaft oder im Wechsel in die ausgewählte Farbe getaucht werden. In Kombination mit Klängen und Düften wird der Raum auf die individuellen Bedürfnisse und die gewünschte Situation angepasst.

Ein Snoezelen-Raum ist ein Schonraum, der die Außenreize filtert. Hier können die Eindrücke des Alltags in Ruhe verarbeitet werden – er bietet sich für die Nutzung mit Kindern und auch für deren Erzieherinnen und Erzieher sowie für Gespräche mit den Eltern an.

Ein Weißer Raum bietet aber auch die Möglichkeit, neue Eindrücke zu erfahren. Voraussetzung ist, dass die dort befindlichen Geräte gut ausgewählt werden und sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren.

Mehr Informationen unter: » www.weisser-raum.info herunterladen können.

 

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