Mit Fröbel das Alphabet kennenlernen

Von A wie Apfel bis Z wie Zukunftsperspektive

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Um die Lern- und Entwicklungsprozesse der Kinder optimal zu gestalten, werden sie im Sinne Fröbels beim Erkunden der verschiedenen Spielgaben und -materialien sensibel sprachlich begleitet. Aktuell wird dafür der Begriff alltagsintegrierte sprachliche Bildung verwendet. Sprechen Sie mit den Kindern über ihre Entdeckungen, Empfindungen und Erkenntnisse. Beim genauen Zuhören merken Sie, wo die Interessen der Kinder liegen, welche Materialien Sie zur Verfügung stellen und welche Inhalte Sie thematisieren können.

Anregungen zur sprachlichen Begleitung gibt es zu allen Beschäftigungen im Sinne Fröbels, wie bauen und spielen, flechten, prickeln, sticken und fädeln, sortieren und legen sowie beim Entdecken der Natur mit den Jahreszeiten-Materialien. Es geht darum gemeinsam mit den Kindern Themen oder Techniken zu erarbeiten und einen Dialog mit ihnen zu führen. Dabei hilft das Arbeiten mit korrektivem Feedback. Das verbessert den Wortschatz und das aktive Sprachvermögen der Kinder. So baut die Sprache „Wissensbrücken“ und wird zur Basis, um von klein auf vielseitige Kompetenzen aufzubauen.

Raketenstarker Start – Mit dem Fröbel Alphabet Lernprozesse zünden

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Die Vermittlung von Sprache und Schrift sowie das Lernen des Alphabets waren für Fröbel sehr bedeutsam. In „Wie Lina schreiben und lesen lernt“, eine seiner gesammelten Schriften zur Pädagogik des Kindergartens, beschreibt er sehr genau, wie das Mädchen Lina anhand von weißen Holzstäbchen auf einem glatten, dunklen Tisch, mit sprachlicher Begleitung, das Alphabet bzw. Schreiben und Lesen lernt.

Das Fröbel Alphabet von Wehrfritz wird zum Spiel und ausgewählte, klar strukturierte Grundformen, die Holz-Legeteile, werden zu Spielgegenständen. Auf der Legeunterlage ist zusätzlich Platz, um ein passendes Bild zum gelegten Wort mit den Holz-Legeteilen zu gestalten. Die ansprechenden klaren Formen der Legeteile, der leuchtende Farbkontrast und das natürliche Material Holz sorgen für den hohen Aufforderungscharakter des Alphabets.

Vorlagen in Deutsch, Englisch, Französisch und Polnisch

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25 Vorlagen für Deutsch und jeweils 3 Vorlagen für Englisch, Französisch, Polnisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch greifen Fröbels Ansatz der Lebensformen auf. Sie stellen Dinge aus dem täglichen Leben dar, die bekannt oder vertraut sind. Mit ihrer Hilfe entwickeln die Kinder spielend und Schritt für Schritt ihr ästhetisches Empfinden, ihren Ideenreichtum und ihre Gestaltungskraft.

Die Beispielvorlagen orientieren sich an den gängigen Anlauttabellen. Durch das Erkennen der Anlaute entwickeln die Kinder ein phonologische Bewusstheit, also die Fähigkeit Laute wahrzunehmen und zu differenzieren. So erfassen sie Buchstabe für Buchstabe den Aufbau der Sprache. Das ist die Basis für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb. Mit sprachlicher Begleitung ergeben sich dabei immer wieder neue spannende Dialoge mit den Kindern.

Fröbel-Gedanke zum Alphabet

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  • erleichtert das Lernen des Alphabets, das Schreiben und Lesen
  • erweitert Wortschatz, Wort-Bild-Zuordnung, Kreativität
  • fördert Feinmotorik (Pinzettengriff), Auge-Hand-Koordination, Farb-, Form- und Themenzuordnung sowie Literacy und Fantasie

 


Ein neues Lernuniversum in 4 Schritten entdecken

Anregungen zur sprachliche Begleitung für Einzel- oder Gruppenarbeit mit dem Fröbel Alphabet – so geht’s:

Schritt 1: Das Material kennenlernen und sortieren

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  • Schau dir die verschiedenen Legeformen an!
  • Wie nennt man diese geometrischen Formen?
  • Welche Farben haben die Formen?
  • Wie fühlen sich die Formen an – sind sie eher glatt oder rau?
  • Aus welchem Material sind sie?

Schritt 2: Motive aus dem Material legen (nach Vorlage oder frei)

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  • Welche geometrischen Formen brauchst du, um dein Motiv zu legen?
  • Welche Farben haben diese geometrischen Formen?
  • In welcher Reihenfolge legst du dein Motiv?
  • Aus welchen Teilen besteht dein Motiv (themenbezogene, altersgerechte Begriffsklärung, hier zum Beispiel: Flugkörper, Raketenantrieb, Raumfahrt)?
  • Toll, jetzt ist deine Rakete fertig! Was meinst du, wohin fliegt sie?
  • Themenbezogene, altersgerechte Fragen, hier zum Beispiel: Was weißt du über den Weltraum/das Weltall?
  • Welche Planeten kennst du?
  • Wie heißt der Planet auf dem wir leben?

Schritt 3: Anfangsbuchstaben oder das ganze Wort zum Bild legen
(nach Vorlage oder frei)

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  • Sag` bitte das Wort „Rakete“ einmal langsam und deutlich!
  • Genau „Rakete“! (Das Wort langsam und klar wiederholen und dabei deutlich betonen.)
  • Spürst du, wie sich beim Aussprechen des Wortes dein Mund bewegt?
  • Mit welchem Buchstaben beginnt das Wort Rakete?
  • Fass mit einer Hand an deinen Hals und spüre wie der Buchstabe klingt!
  • In welcher Farbe möchtest du den Buchstaben legen?
  • Wie viele Legeteile brauchst du, um den Buchstaben zu legen?
  • Wollen wir Schritt für Schritt gemeinsam das „R“ legen?
  • Super, du hast den Buchstaben „R“ gelegt!
  • Welche Wörter kennst du noch, die mit dem Buchstaben „R“ anfangen?
  • Sprich` das Wort „Rakete“ laut aus. Welchen Buchstaben hörst du als Zweites?
  • altersgerechte Fortsetzung des Wortaufbaus, Buchstabe für Buchstabe mit Bedacht
  • Schreibweise nach individuellem Lerntempo vom Einfachen (Buchstabe) zum Differenziertem (Wort)

Schritt 4: Variationen von Motiven und Themen (nach Vorlage oder frei)

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  • Verschiedene Vorlagen laden zu neuen Legevarianten ein.
  • Die abgebildeten Motive, stellen Dinge aus dem täglichen Leben dar, die den Kindern vertraut oder bekannt sind (Fröbel-Ansatz Lebensformen) und ermöglichen so immer wieder neue Gesprächs- und Lernanlässe.
  • Kinder nach persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen fragen, motiviert sie zum Beschreiben und Erzählen.
  • Das Erzählen kleiner Geschichten gemeinsam mit den Kindern ist zu den verschiedenen Motiven/Themen möglich. So entdecken sie gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern in jedem Motiv der Fröbel-Materialien eine neue Spiel-Lern-Welt.