Mit Fröbel die Natur entdecken

Kreatives Gestalten von Lebensformen

Ob beim Sortieren und Legen oder beim Prickeln, Sticken und Fädeln – in allen Kreativ- und Legematerialien nach Fröbel findet man Lebensformen, die Pflanzen oder Tiere zeigen und so zu Gesprächen über die Natur einladen.

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Dabei reflektieren die Kinder über persönliche Erlebnisse und sich selbst. Sie sammeln Erkenntnisse über ihre natürliche Umgebung sowie über Formen und Farben. So trainieren sie ihre Wahrnehmung, ihre Beobachtungsgabe und lernen sich zu konzentrieren.

Im Wandel der Jahreszeiten neue Zusammenhänge begreifen

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Die Natur ist den Kindern einerseits vertraut und überrascht sie gleichzeitig, beispielsweise mit dem Wandel der Jahreszeiten. Anhand des Fensterbildes Jahreszeitenbaum sowie des Jahreszeitenbaumes aus Holz lässt sich der Wandel der Jahreszeiten besonders gut nachvollziehen und vermitteln.

Mit den Jahreszeiten-Materialien nach Fröbel gehen neugierige Forscher auf Entdecker-Tour. Sie begleiten und erklären die Eindrücke, welche die Kinder draußen beim Beobachten der Pflanzen und Tiere sammeln.

Im Wald der Natur auf der Spur

Die Stecker und Anhänger des Jahreszeitenbaums aus Holz bzw. die Folienausschnitte des Fensterbildes haben einfache und gleichzeitig spannende geometrische Formen. Die Stecker und Anhänger in Form von Kreisen, Quadraten und Dreiecken mit jahreszeitlichen Motiven werden den Jahreszeiten zugeordnet und am Jahreszeitenbaum angebracht.
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Beim Fensterbild lässt sich der Baumstamm mit den Folienausschnitten in Form von Kreisen, Halbkreisen und Dreiecken gestalten. Je nach Jahreszeit werden diese zu Blättern, Blüten, Äpfeln oder Schneeflocken um die Äste dekoriert. So verändern sich beide Bäume und bieten im Frühling, Sommer, Herbst und Winter einen tollen Anblick. Das fördert einerseits das Verständnis für Ästhetik und Geometrie und andererseits die Feinmotorik, die Auge-Hand-Koordination, die Form- und Farbdifferenzierung sowie die Kreativität.

Sprachliche Begleitung für die Jahreszeiten-Materialien nach Fröbel

Die Jahreszeiten-Materialien nach Fröbel ermöglichen Gespräche und Lernanlässe zu den Themen Jahreszeiten, Natur und geometrische Formen und lassen sich wunderbar sprachlich begleiten. Im Gespräch kann man mathematische, naturwissenschaftliche und ästhetische Bezüge herstellen und die Kinder von persönlichen Erlebnissen erzählen lassen - zum Beispiel so:

Schritt 1: Das Material kennenlernen und sortieren

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  • Schau dir die Jahreszeiten-Materialien genau an!
  • Der Baum zeigt alle vier Jahreszeiten, kannst du sie alle nennen?
  • Welcher Teil des Baumes zeigt welche Jahreszeit und woran erkennst du das (Tipps: Laubfärbung, Details am Baumstamm)?
  • Welche 3 geometrischen Formen erkennst du an Baum sowie an seinen Anhängern und Steckern?

Schritt 2: Motive und geometrische Formen zuordnen (dazu den Jahreszeitenbaum aufstellen)

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  • Welche Motive gehören zu welcher Jahreszeit?
  • Welche Motive gehören zu welcher Jahreszeit und woran erkennst du das?
    (mit aktueller Jahreszeit beginnen und im Verlauf der Jahreszeiten fortsetzen)

 

 

Schritt 3: Frühling – Anhänger und Stecker anbringen und über die Jahreszeit sprechen

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  • Welche Motive gehören zum Frühling?
  • Welche geometrischen Formen und Farben haben der Frühlings-Baum und die Frühlings-Motive
  • Befestige die Anhänger und die Stecker in den vorgestanzten Öffnungen!
  • Toll, jetzt ist dein Frühlings-Baum fertig! Wie viele Blüten hat der Frühlingsbaum - wollen wir sie gemeinsam zählen?
  • Beschreibe, die Jahreszeit Frühling! Was magst du besonders am Frühling und warum? (Im Gespräch alle Sinne ansprechen: Gefühle, Gerüche, Geschmack, Temperatur. Mit themenbezogener, altersgerechter Begriffsklärung, hier zum Beispiel: Frühlingserwachen Pflanzen und Tiere (aus Winterschlaf), Farben.)
  • Hast du schon einmal etwas selbst angepflanzt, falls ja, was hast du genau gemacht?

Schritt 4: Sommer – Anhänger und Stecker anbringen und über die Jahreszeit sprechen

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  • Welche Motive gehören zum Sommer?
  • Welche geometrischen Formen und Farben haben der Sommer-Baum und die Sommer-Motive?
  • Befestige die Anhänger und die Stecker in den vorgestanzten Öffnungen!
  • Toll, jetzt ist dein Sommer-Baum fertig! Wie viele Äpfel wachsen am Sommer-Baum - wollen wir sie gemeinsam zählen?
  • Beschreibe, die Jahreszeit Sommer! Was magst du besonders am Sommer und warum? (Im Gespräch alle Sinne ansprechen: Gefühle, Gerüche, Geschmack, Temperatur. Mit themenbezogener, altersgerechter Begriffsklärung, hier zum Beispiel: Sommerurlaub, Pflanzen und Tiere des Meeres.)

Schritt 5: Herbst – Anhänger und Stecker anbringen und über die Jahreszeit sprechen

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  • Welche Motive gehören zum Sommer?
  • Welche geometrischen Formen und Farben haben der Sommer-Baum und die Sommer-Motive?
  • Befestige die Anhänger und die Stecker in den vorgestanzten Öffnungen!
  • Toll, jetzt ist dein Sommer-Baum fertig! Wie viele Äpfel wachsen am Sommer-Baum - wollen wir sie gemeinsam zählen?
  • Beschreibe, die Jahreszeit Sommer! Was magst du besonders am Sommer und warum? (Im Gespräch alle Sinne ansprechen: Gefühle, Gerüche, Geschmack, Temperatur. Mit themenbezogener, altersgerechter Begriffsklärung, hier zum Beispiel: Sommerurlaub, Pflanzen und Tiere des Meeres.)

Schritt 6: Winter – Anhänger und Stecker anbringen und über die Jahreszeit sprechen

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  • Welche Motive gehören zum Winter?
  • Welche geometrischen Formen und Farben haben der winterliche Baum und seine Motive?
  • Befestige die Anhänger und die Stecker in den vorgestanzten Öffnungen!
  • Toll, jetzt ist dein Winter-Baum fertig! Wie viele große Schneeflocken erkennst du am Baum - wollen wir sie gemeinsam zählen?
  • Beschreibe, die Jahreszeit Winter! Was magst du besonders am Winter und warum?
    (Im Gespräch alle Sinne ansprechen: Gefühle, Gerüche, Geschmack, Temperatur. Mit themenbezogener, altersgerechter Begriffsklärung, hier zum Beispiel: Schnee, Kälte Wintersport, Tiere im Winterschlaf.)

Natur pflegen – Kleine Gärtner machen große Erfahrungen

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Fröbel bezeichnete die Natur als „Garten des Lebens“. Er sah die Gartenarbeit als Teil der allseitigen Bildung erzieherisch bedeutsam. Kinder sollten die Natur draußen mit allen Sinnen erforschen, indem sie die Gliederung, die Formen und Farben der Natur aufmerksam betrachten. Beim Gärtnern begreifen sie die Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten mit den eigenen Händen und erfahren, wie man Pflanzen pflegen und nutzen kann. Dabei wollte Fröbel den Kindern die Freude und Achtung gegenüber der Natur vermitteln, die er selbst für sie empfand.

Gärtnern im Sinne Fröbels – mit sprachlicher Begleitung

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Erziehende können schon kleine Kinder beim Pflegen ihrer Pflanzen anleiten und sie dabei mit allen Sinnen auf bestimmte Zusammenhänge in der Natur aufmerksam machen: 

  • Wie trinkt ein Baum?
  • Wie groß kann eine Sonnenblume werden?
  • Wo gedeihen Weintrauben am besten?
  • Wie schmeckt eine selbstgezüchtete Tomate?

Gemeinsames Gärtnern mit anderen Kindern fördert die Geduld und die Konzentration sowie die soziale Kompetenz. Durch die persönlichen Erlebnisse beim Entdecken und Erforschen der Natur entwickeln die Kinder eine Beziehung zu ihr, aus der im besten Fall auch ein Verantwortungsgefühl für ihre Umwelt entspringt.