Praxisidee: Emotionsstern

„Bist du traurig oder wütend ... oder vielleicht beides?“

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Der Emotionsstern bietet einen leichten Einstieg, um über Grundgefühle und ihre Ausprägungen ins Gespräch zu kommen. Mit den verschiebbaren Kugeln lernen Kinder, dass sie verschiedene Emotionen in unterschiedlicher Intensität empfinden können. So finden die Kinder einen spielerischen Zugang zu ihrem Gefühlsleben und können es für sich und andere darstellen. Durch die einfache Handhabung eignet sich der Emotionsstern als dauerhaftes Ritual im Morgenkreis oder im Rahmen von Projektwochen.

Kurzanleitung

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Grundgefühle besprechen
Welche Gefühle kennen die Kinder? Die Gruppe bespricht gemeinsam die sechs Grundemotionen Freude, Überraschung, Wut, Trauer, Angst und Ekel. Mit Beispielen aus dem kindlichen Alltag werden die Gefühle greifbarer.
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Emotionsstern kennenlernen
Gemeinsam macht sich die Gruppe mit dem Emotionsstern vertraut. Jedes Kind darf das Material anfassen und genau betrachten. Wie sehen die Gesichter aus? Wie könnten sie sich fühlen? Wie unterscheiden sich der Mund, die Augenbrauen und die Augen? Gemeinsam wird besprochen, dass man ein Gefühl manchmal stärker und manchmal schwächer spürt oder dass man manchmal auch mehrere Gefühle wie z. B. Angst, Ekel und Wut gleichzeitig empfinden kann.
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Als Beispiel vorangehen
Die Erzieherin oder der Erzieher stellt den Emotionsstern so ein, wie sie oder er sich im Moment fühlt und erklärt der Gruppe anschließend die Einstellung. Dabei beschreibt die Erzieherin oder der Erzieher alle 6 Emotionen auch nach der Stärke, z.B.: „Ich bin ganz glücklich, weil ich heute Nachmittag ins Kino gehen kann. Aber ich bin auch ein bisschen ängstlich, weil ich morgen zum Zahnarzt muss. Und vorhin habe ich eine Spinne gesehen, die ich sehr ekelig finde.“
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Reihum über Gefühle reden
Jetzt sind die Kinder an der Reihe. Reihum verschieben sie die Kugeln auf dem Stern. Dabei gilt: Je weiter innen sich die Kugel befindet, desto schwächer werden die Emotionen empfunden. Je weiter außen sich die Kugel befindet, desto stärker werden die Emotionen empfunden. Empfindet man die Emotion nicht, bleibt die Kugel in der Mitte. Die Erzieherin oder der Erzieher fragt die einzelnen Kinder nach ihren Emotionen und lässt sie darüber erzählen.
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Wichtig

Manchmal möchte man nicht darüber sprechen, wie man sich fühlt. Das ist ganz normal und soll auf jeden Fall respektiert werden. Die Kinder sollten mitnehmen, dass es keine guten oder schlechten Gefühle gibt. Jedes Gefühl hat seine Berechtigung.

 

 

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